Schlemmen mit Knoblauch und Kürbis

Die Topstars der Saison sind die perfekte Zutat für eine „Pasta con Herbst-Aroma“

Runde Form, runder Geschmack: Knoblauch und Kürbis sind Herbstliebe pur! In der kalten Jahreszeit werden sie hierzulande besonders gern gegessen – gern genau dann, wenn sie Saison haben. Doch beliebt sind die zwei Küchenklassiker auf der ganzen Welt. Was wären beispielsweise Speisen aus dem Mittelmeerraum, Indien oder Arabien, ohne einen Hauch von Knoblauch? Unvorstellbar! In der italienischen Knoblauch- Kürbis-Pasta beispielsweise inszenieren sich die zwei saisonalen Topstars in einem besonders schmackhaften Duett – einfach delicioso!

Foto: BVEO/Ariane Bille

Kürbis-Saison bis in den Dezember

Kürbisse sind oft imposant. Sie gehören, genau wie Zucchini, Tomaten oder Gurken, zur Familie der Beerengewächse. In der Küche werden sie meist herzhaft zubereitet und deshalb in der Kategorie „Gemüse“ verortet. Doch ist nicht jeder Kürbis essbar: Zierkürbisse beispielsweise dienen nur dekorativen Zwecken. Und auch sonst ist Kürbis nicht gleich Kürbis; das leckere Fruchtgemüse gibt es in vielen Farben, Formen, Größen und Geschmacksrichtungen – von orange und maronenartig über gelb und buttrig bis grün und muskatig, rund, birnenförmig oder bemützt. Manche schmecken beinahe süß, andere herzhaft – aber alle überzeugen in den verschiedensten Rezepten und zaubern herrliche Herbstfarben auf den Teller.

Der Hokkaido ist der mit Abstand beliebteste Kürbis in Deutschland. Dabei sind Kürbisse nicht nur hübsch anzusehen: Das leckere Fruchtgemüse ist auch gesund und steckt voller wichtiger Vitamine und Nährstoffe, die einen wohlbehalten durch Herbst und Winter bringen.

Foto: BVEO/Ariane Bille

Dazu sind Kürbisse kalorienarm. Sie liefern Beta-Karotin, Kalzium, Eisen, Magnesium und sättigende Ballaststoffe. Besonders viele wertvolle Stoffe stecken übrigens in den Kürbiskernen. Übrigens: Die Kürbissaison erstreckt sich je nach Kürbissorte von Juli bis Dezember, beginnt meist mit dem Hokkaido und endet mit Winterkürbissen, wie Bischofsmütze, Muskatkürbissen und anderen.

Knoblauch als Medizin in der Antike

Knoblauch ist unter Kennern wegen seines frischen, aromatischen Geschmacks beliebt und weltweit aus kaum einer Küche wegzudenken. Und doch spaltet er die Gemüter: Das liegt an seinem charakteristischen Duft – ein wenig scharf, teils durchdringend und leicht schwefelig. Ein Imageproblem, an dem selbst der griechische Philosophen Pythagoras, der Knoblauch als „König der Gewürze“ bezeichnete, nichts ändern konnte.

Dass das Gemüse mit dem intensiven Aroma gesund ist, steht außer Frage: Schon bei den ägyptischen Pyramidenbauern stand Knoblauch auf dem Speisezettel. Griechische und römische Heilkundige verabreichten Knoblauch gern bei Zahnschmerzen und zur Wundheilung. Einige Jahre später wurde dann die antibakterielle Wirkung von Knoblauch wissenschaftlich nachgewiesen – von dem französischen Naturwissenschaftler Louis Pasteur.

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Rezept-Tipp: Knoblauch-Kürbis-Pasta

Schwierigkeitsgrad: einfach | vegan. Zubereitungszeit: etwa 25–30 Min

Zutaten für 2 Personen:

2 Knoblauchzehen | 450 g Hokkaido-Kürbis | 2 EL Olivenöl | 200 ml Cashewnuss-Milch | 700 ml Wasser | 1 TL frisch gemahlener Pfeffer | 100 g Ajvar (aus dem Supermarkt oder selbstgemacht) | 2 TL Salz | 1 TL Pfeffer | 300 g Pasta (z.B. Torchiette) | 2 Stängel Petersilie | 4 TL Oliven in Scheiben

Zubereitung:

Knoblauch schälen und fein hacken. Kürbis entkernen, Strunk und Stiel entfernen und grob würfeln. Öl in einem Topf erhitzen und Knoblauch mit Kürbis darin 5 Min. anbraten. Dann mit Wasser und Cashewnuss-Milch ablöschen und 10 Min. köcheln. Anschließend pürieren, Ajvar hinzufügen und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Pasta hinzufügen und etwa 10 Min garen, bis sie „al dente“ ist. Anschließend Petersilie waschen, trocken schütteln und fein hacken. Kürbis-Pasta auf Teller geben, mit Olivenscheiben, Petersilie und frisch gemahlenem Pfeffer bestreuen und genießen.