Polly Flint ist "Robinsons Tochter"

Packende Krimis, romantische, verträumte Liebesromane, interessante Sachbücher und lustige Kindererzählungen: Diese Bücher werden von Literatur-Experten in Schleswig-Holsteins Bibliotheken empfohlen. Heute: „Robinsons Tochter“ von der englischen Autorin Jane Gardam.
Schleswig-Holstein. Die Welt der gedruckten Literatur ist riesengroß – und beim Schietwetter draußen lässt es sich gerade  wunderbar im gemütlichen Zuhause schmökern. Dass Lesen ganz offensichtlich  dazu gehört zwischen Nord- und Ostsee, wird aber auch an anderer Stelle schnell deutlich: Schließlich gibt es nicht weniger als 154 öffentliche Bibliotheken und Fahrbüchereien in Schleswig-Holstein – dort wartet eine ungeheure Vielfalt verschiedenster Literatur nur darauf, genutzt oder genossen zu werden.

Von Lese-Profis für Jedermann

Das Fachpersonal heißt alle Menschen willkommen, die sich für die Angebote rund um Bücher, Spiele, CD’s, DVD’s und viele Medien mehr interessieren. Aus Anlass des Tags der Bibliotheken hat Nortex nun kürzlich eine Serie mit Buchtipps ins Leben gerufen: Darin präsentieren Schleswig-Holsteins Bibliothekare, von Flensburg bis Lübeck und Sylt bis Elmshorn, was sich aus ihrer Sicht besonders zu lesen lohnt.

„Alles drin, was ich zu sagen habe“

Sie geben Tipps, welche Autoren, welche Geschichten herrliches „Lesefutter“ für Kinder und Jugendliche, Berufstätige und alle diejenigen, die ihren wohlverdienten Ruhestand genießen, versprechen. Heute kommt eine Empfehlung von Claudia Hutzfeldt von der Stadtbibliothek Flensburg, Abteilung Fernleihe: und zwar „Robinsons Tochter“ von der Schriftstellerin Jane Gardam. Die sagt selbst dazu: „In Robinsons Tochter steht alles drin, was ich zu sagen habe.“

Jane Gardam: „Robinsons Tochter“ ist erschienen bei Hanser Literaturverlage in Berlin. ISBN 978-3-446-26783-1, 24 Euro.
„Ich bin Polly Flint. Ich bin in das gelbe Haus gezogen, als ich sechs Jahre alt war“: So stellt sich die Hauptfigur des Romans vor. Die Geschichte geht so: 1904 zieht die kleine Polly Flint in das gelbe Haus am Meer.  Als Waisenkind wächst sie bei ihren frommen Tanten heran. Die umfangreiche Bibliothek im Haus dient ihr dabei als Zufluchtsort, „Robinson Crusoe“ wird zu ihrem Lieblingsbuch.

Erzählweise erinnert an die großen Klassiker

„So durchlebt sie viele Jahre mit den zwei Weltkriegen, mit Liebe und Freundschaft aber auch einer großen Enttäuschung, auf ihrer eigenen einsamen ‚Insel‘, dem gelben Haus“, schreibt Claudia Hutzfeldt. Und ergänzt, dass Erzählweise und Darstellung in diesem Roman sie ein wenig an die großen englischen Klassiker wie beispielsweise Jane Austen, Charles Dickens oder George Eliot erinnerten.

„Ein wunderbar lesenswertes Buch“

Ihr erstes Buch veröffentlichte Jane Gardam, geboren im Jahr 1928, erst im Alter von 43 Jahren, nachdem ihr drittes Kind eingeschult war. Bekannt wurde sie schließlich mit ihrer Romantrilogie um den verschrobenen „Old Filth“.  Und „mit Polly Flint beschreibt die britische Autorin warmherzig, humorvoll und ironisch eine eigensinnige Heldin, der man sich nicht entziehen kann“, findet Claudia Hutzfeldt. Ein „wunderbar lesenswertes Buch!“
Im losen Rhythmus werden wir an weitere Antworten dazu in den kommenden Wochen hier im Nortex-Journal und in der App veröffentlichen – freuen Sie sich auf die spannenden und wertvollen Tipps der Fachleute!

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