Impfkampagne läuft auf Hochtouren

Kiel. Impfen, impfen, impfen: Die Kampagne zum Schutz vor einer Infektion mit dem Corona-Virus nimmt weiter Fahrt auf. Mehr als eine Million Schleswig-Holsteiner haben bereits eine Erstimpfung erhalten – das hat das Kieler Sozialministerium am 17. Mai mitgeteilt. Das entspreche rund 34,5 Prozent der Bevölkerung.

Knapp 400.000 Menschen zwischen Nord- und Ostsee haben demnach bereits die Zweitimpfung erhalten. Im Vergleich der Bundesländer liege Schleswig-Holstein damit bei den vollständig Geimpften deutschlandweit auf dem vierten Platz. Während auch im Juni rund 80.000 Impfdosen pro Woche an das Land geliefert werden sollen, erhöht sich offenbar die Lieferung an Arztpraxen deutlich: Hier ist eine Verdoppelung der gelieferten Impfstoffmenge angekündigt.

Neues System für Impftermine

Die nächste Terminvergabe für Impftermine der Priorisierungsgruppen 1 bis 3 wird über die landeseigene Internetseite www.impfen-sh.de am Donnerstag, 20. Mai, freigeschaltet: Ab 17 Uhr werden rund 75.000 Erstimpfungstermine in den Impfzentren für die darauffolgenden zwei Wochen vergeben.

Das System der Terminvergabe wird laut dem Ministerium ab Anfang Juni angepasst: Dann wird es möglich sein, sich verbindlich auf www.impfen-sh.de für das Wunsch-Impfzentrum zu registrieren – auch, wenn aktuell keine Termine verfügbar sind. Sobald das wieder der Fall ist, erhalten registrierte Nutzer automatisch einen freien Termin. Zwar ermögliche dies keine schnellere Terminvergabe, doch zumindest könnten die Bürger sich „sicher für einen Termin vormerken lassen“, so Sozialminister Dr. Heiner Garg.

Priorisierung in Arztpraxen wird aufgehoben

Die bundesweite Gesundheitsministerkonferenz hat weiter am 17. Mai beschlossen, die Impfpriorisierung für Haus- und Fachärzte aufzuheben, Termin soll der 7. Juni sein. Dies soll in Schleswig-Holstein ebenfalls frühestens zu diesem Zeitpunkt erfolgen.

Darüber hinaus wurde bekannt, dass die Impfzentren in Schleswig-Holstein bis mindestens zum 30. September in Betrieb bleiben sollen. Und damit im Schuljahr 2021 / 2022, das im August beginnt, für die Schüler möglichst wenige Auflagen gelten, sollen Impfungen auch dort schon vor den Sommerferien starten – vorausgesetzt, der Impfstoff von BioNTech/Pfizer ist auch für Menschen unter 16 Jahren zugelassen und der Bund liefert die zugesagten Impfdosen.

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