„Ich war total fassungslos“

Große Anteilnahme nach dem Brand: Nachdem ihr Wohnhaus bei Arpsdorf durch ein Feuer komplett zerstört wurde, erlebt die Familie um Angela Joost  eine Welle der Hilfsbereitschaft. Der Mitarbeiterin des Café-Bistros bei Nortex ist es wichtig, sich für die Anteilnahme und Unterstützung zu bedanken.

Arpsdorf. Es war ein großer Schreck Anfang des Monats: Am 5. Dezember brannte ein Einzelgehöft in der Nähe von Arpsdorf, südlich von Neumünster, vollständig ab. Der frühere Bauernhof stand lichterloh in Flammen, als die Feuerwehr eintraf. Rund 100 Einsatzkräfte beteiligten sich an den Löscharbeiten, die bis Mitternacht dauerten. Weder Menschen noch Tiere wurden verletzt.

Technischer Defekt als Auslöser

Ein technischer Defekt im Stallgebäude hatte den Brand offenbar ausgelöst. Das war kurz nach 12 Uhr mittags. „Erst war nur ein heller Schein aus der Katzenklappe zu sehen“, schildert Angela Joost, die den Hof gemeinsam mit ihrer Schwägerin, deren Sohn und Mann bewohnte. Als sie und ihr Neffe den Brand bemerkten, alarmierten sie sofort die Feuerwehr.

Die konnte zwar eine angrenzende Halle vor dem Feuer schützen, doch das Wohnhaus war nicht mehr zu retten: Um alle Glutnester zu löschen, musste schließlich sogar ein Bagger die Mauern des Hauses einreißen. Im Nachhinein wurde klar, dass auch Öl ausgelaufen war, sodass das betroffene Erdreich abgetragen werden musste.

Nachbarn und Kollegen halfen

Angela Joost arbeitet im Café-Bistro bei Nortex – und bedankte sich nun für die Hilfsbereitschaft, mit der viele Arpsdorfer Bürger, Nachbarn und Kollegen sie und ihre Familie unterstützen: „Die Anteilnahme war sehr groß – das hat uns sehr geholfen, diese schwierige Zeit besser zu überstehen“, sagte sie. Sie sei sehr überrascht gewesen, wie viele Menschen sich plötzlich für ihre Familie einsetzten. So sorgte eine Initiative von Nachbarn für eine willkommene Spendensumme. Bis heute lädt ein Nachbar die Familie stets mittags zum Essen ein. Auch das Unternehmen Nortex beteiligte sich und versorgte die vier Personen mit warmer und hochwertiger Kleidung.

Derzeit leben die früheren Hofbewohner in einer Ferienwohnung in Arpsdorf: Eine vorübergehende Lösung, bis eine dauerhafte Wohnung gefunden ist. Auf dem Grundstück des abgebrannten Gehöfts soll neu gebaut werden – doch wann und in welcher Form damit begonnen wird, stehe noch nicht fest, so Angela Joost. Und drückt zugleich erneut aus, wie sehr die Hilfe aus ihrem sozialen Umfeld sie bewegt: „Das fand ich unglaublich nett – ich war total fassungslos!“

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