Einmal Heidediesel bitte!

Vom Comeback eines Kräuterlikörs aus alter Zeit

Hamburg. Was mag sich hinter dem Namen „Heidediesel“ verstecken? Wer jetzt ans Tanken denkt, liegt komplett falsch: Denn der Begriff steht für einen feinen, handgemachten und schimmernd grünen Kräuterlikör!

Der Heidediesel stammt von dem Unternehmen „Ed. Meyer“, das auf das Gründungsjahr 1886 zurückgeht. „Damals hat unsere Familie einen Wein- und Spirituosenhandel gehabt“, erläutert Tatjana Meyer, die das Geschäft nun neu aufleben lässt. Nebenbei kreierte man selbst Spirituosen. „Der Heide-Diesel gehört zu einer Reihe von alten Familienrezepten, die es mal gab – und die wir jetzt wiederbeleben wollen“, sagt sie.

Grünes Getränk mit gut gehütetem Geheimnis

In dem grünen Getränk, das am besten bei Zimmertemperatur und im Likörglas genossen wird, finden sich 34 Zutaten – welche genau, ist ein streng gehütetes Betriebsgeheimnis. Ein paar Ingredienzen sind dann allerdings doch bekannt geworden: Minze zählt dazu und Basilikum. Weil zum Beispiel auch Wacholder drin ist, passe er gut nach Norddeutschland, so Meyer.

Mit 40 Volumenprozent hat der Kräuterlikör einen recht hohen Alkoholgehalt. „Er schmeckt aber nicht danach“, so Meyer, „sondern einfach sehr pfefferminzig, ein bisschen bitter und nach Kräutern.“ Männer trinken den Likör gern auf Eis, dann im Whisky-Glas. „Oder mit Tonic, dann kommt die Pfefferminz-Note noch mehr heraus“, so Tatjana Meyer. Egal, in welcher Form, eins zählt für die Hamburgerin: „Ich finde es wichtig, einen Anlass dafür zu haben. Man tut sich etwas Gutes!“

„Auf die schönen Momente im Leben!“

So lasse sich der Heidediesel am besten genießen. „Man trinkt auf die schönen Momente im Leben“, sagt Meyer. Ganz nach dem Lebensmotto ihres Großvaters: „Genießt die Geschenke des Lebens! Man weiß nie, wie lange man dieses Glück von Leichtigkeit und Unbeschwertheit hat.“ Als Nachfahrin fügt sie noch ihr eigenes Credo hinzu: Wenn man die Welt verändern wolle, dann müsse man bei sich selbst anfangen. Und sollte gern auch dankbar sein für das, was man hat.

Apropos Leichtigkeit und Unbeschwertheit: Bei der Entwicklung eines geistigen Getränks wie dem Heidediesel gehe es gern auch einmal lustig und gesellig zu, erläutert Meyer mit einem Schmunzeln in der Stimme. „Wir probieren und prüfen zum Beispiel den Geschmack, die Farbe – das ist eben kein industrieller Prozess, sondern der Heidediesel ist noch von Hand gemacht. Und erst wenn er bestellt wird, wird auch erst abgefüllt.“

Der Heidediesel ist über die Internetseite www.edmeyer1886.de zu haben.

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