Dezent ist angesagt

Vom Blazermantel bis zum Dufflecoat: Auch in der Herrenmode sind Mäntel wieder gefragt. Welche, weiß Nortex-Abteilungsleiter und Einkäufer Patrick Hofmann.

Neumünster. „Der Mantel ist dran“ – diesen Trend hin zum Klassiker nimmt auch Patrick Hofmann, Abteilungsleiter und Einkäufer in der Herrenmode bei Nortex, wahr. „Man sieht ihn jetzt vermehrt im Straßenbild; und gerade bei den Herren scheint es, dass man sich wieder kleidsamer anzieht.“ Vorbei die Zeiten, in denen man sinnbildlich schon fast im Jogginganzug ins Büro ging. Nun ziehe der Schleswig-Holsteiner sich wieder öfters einen Anzug oder ein hochwertiges Jackett an. „Und darüber gehört der Mantel. Oder auch eine lange Jacke – wobei der Mantel natürlich immer das Stilmittel der Wahl sein sollte“, so der Experte.

Kleidsam und zeitlos stilvoll: Der Mantel ist wieder in Mode gekommen – und wird gern zu vielen Anlässen gern getragen. Nortex bietet eine große Auswahl für Damen und Herren. Foto: Nortex

Man(n) will sich demnach wieder stilvoller anziehen. Und das vor allem mit einem Kurzmantel, gern mit angenähter Weste vorn, die sich mittels Reißverschluss dicht schließen lässt – perfekt für einen herrlichen Ausflug im echten Norden. Mit dem „Revival“ des Klassikers kommen ein paar Neuerungen: „Viele Mäntel sind beispielsweise etwas schlanker geschnitten als in der Vergangenheit“, weiß Patrick Hofmann.

Wolle + Kaschmir = schönes Tragegefühl

Wie bei den Damen liege auch bei den Herren ein Schwerpunkt auf der Qualität des Textilstoffes selbst. Gegeben ist die unter anderem mit der Wolle-Kaschmir-Mischung, die nicht nur für ein schönes Aussehen des Stoffes, sondern auch ein besonders angenehmes Tragegefühl sorgt. Ein Klassiker kommt selbstredend auch in klassischen Farben daher: Im Fall des Mantels sind das vor allem Schwarz und dunkelblau. „Aber auch ein Camel-Farbton, ein mittleres Beige, ist gefragt – und sogar das Karo-Muster ist wieder zu sehen“, so der Experte.

Foto: Bugatti

Dem Mantel kommen, wie jedem Kleidungsstück, bestimmte Funktionen zu. Wichtig ist einerseits, dass er seinen Träger gut vor Wind und Wetter schützt – beispielsweise während eines Spaziergangs auf der Kilometerbrücke bei St.-Peter-Ording. Andererseits wird ein Mantel oft auch bei festlichen Anlässen angezogen; dort erfüllt er einen repräsentativen Zweck, indem er einen eleganten, dezenten, nicht auffallenden Stil unterstreicht. Ein wichtiges Ausdrucksmittel ist dabei der Kragen: Hier lassen sich der Reverskragen, der klassische Umlegekragen und der Stehkragen unterscheiden.

Leichte Mäntel für die Übergangszeit

Foto: Nortex

In der Übergangszeit, im Frühling und bis in den Sommer hinein werden Patrick Hofmann zufolge gern Popeline-Mäntel getragen. Doch was ist das eigentlich? Popeline bezeichnet die Technik, mit der ein leichter, fester Stoff beispielsweise aus Baumwolle, aber auch aus Kunstfasern gewebt wird. Charakteristisch an dem flachen Gewebe ist seine feine Rippenstruktur: Diese entsteht, indem ein dichtes Kettgarn mit einem weniger dichten, jedoch kräftigen Schussfaden verwoben wird. Verschiedenen Quellen zufolge soll der Name Popeline von „papeline“ herrühren – ein Hinweis darauf, dass der Stoff in der französischen Stadt Avignon produziert wurde, die im 14. Jahrhundert Sitz des Papstes war.

Leichte Mäntel aus „Popeline“ werden gern als kleidsamer Schutz über dem Herrenanzug getragen. Weil das Textilgewebe besonders fein und engmaschig verarbeitet ist, fühlt es sich glatt und weich an – dennoch ist Popeline sehr strapazierfähig. Die Mäntel gibt es in Schwarz, Marine, Beige und auch Grün, mit klassischem Umlegekragen und in verschiedenen Längen, die gern über dem Knie enden. Teils finden sich auch Modelle mit herausnehmbaren Innenfutter, sodass sie sowohl im Winter als auch in der Übergangszeit als auch im Sommer gut zu tragen sind.