Kleiner Pieks, großer Effekt

Rund 80 Menschen erhielten Impfschutz bei Nortex

Neumünster. Es ist bekannt: Je mehr Menschen geimpft sind, desto besser ist unsere Gesellschaft vor einer erneuten Infektionswelle geschützt – und damit auch diejenigen, die sich wegen anderer Krankheiten nicht impfen lassen können. Wer den kleinen Pieks mitmacht, zeigt sich solidarisch und beweist Verantwortungsgefühl für alle. Dazu hat auch Nortex seinen Teil beigetragen: An zwei Terminen im Juni und Juli bot das Modehaus in Neumünster an, sich mit dem Impfstoff von Biontech immunisieren zu lassen.

Rund 80 Menschen aus Schleswig-Holstein und der Region Hamburg nutzten die Gelegenheit. Nortex-Mitarbeitende, deren Familienangehörige sowie Freunde und Bekannte erhielten den Impfstoff an zwei Terminen, zuerst in den Räumen im Grünen Weg, beim Anschlusstermin im Schulungszentrum des Modehauses in der Oderstraße. Betriebsarzt Till-Hinrich Kahl sowie seine Ehefrau führten das medizinische Beratungsgespräch, klärten auf und verabreichten jeweils die Spritze.

Jede verabreichte Impfdosis hilft

Kai Först, Nortex-Geschäftsführer, sagte zu der Aktion: „Wir freuen uns, den Impfschutz für unsere Mitarbeiter, deren Verwandte und Freunde anbieten zu können. Das Ziel ist ja, möglichst viele Menschen impfen zu lassen – desto besser lässt sich das Infektionsgeschehen kontrollieren. Dazu tragen wir gern unseren Teil bei.“

Tessa Lettau (re.) nimmt die Kontaktdaten der Besuchenden am Empfang des Impfzentrums auf. Foto: Nortex

Vor und nach der eigentlichen Impfung sorgten mehrere Beschäftigte für eine sichere Koordination des Ablaufs im Impfzentrum. Tessa Lettau und Vivien Mahrten übernahmen den Empfang der Besucher, Tim de Verre sorgte nach der Impfung im Warteraum für gute Laune. Der Neumünsteraner Apotheker Lars Peter Wall bot dort seine Unterstützung an, um den elektronischen Impfpass zu beantragen – was jedoch auf technische Hürden stieß.

Vivien Mahrten informierte mit einem Merkblatt über Details zur Impfung. Foto: Nortex

Und wie fühlten sich die „Impflinge“? Johannes Jimeno, 32 Jahre und aus Hamburg, war nach dem zweiten Pieks erleichtert, das Thema Impfen vorerst abgeschlossen zu haben – und das ganz ohne Stress. Ähnlich äußerte sich Janika Jäcke, die in einer Werbeagentur im Raum Hamburg tätig ist.

Kurzer Einstich am Oberarm: Betriebsarzt Till-Hinrich Kahl hat gerade Johannes Jimeno aus Hamburg mit dem Impfstoff Biontech geimpft. Foto: Nortex

Auch Anja Manthei vom Marketing bei Nortex erhielt vor Ort ihre zweite Impfung: „Alles hat gut geklappt. Jetzt habe ich das Gefühl, vor einem schweren Krankheitsverlauf geschützt zu sein“, sagte sie. Natürlich bleibe sie auch in Zukunft weiterhin vorsichtig – aber: „Jede Impfung bedeutet ein Stück weniger Gefahr für jeden Menschen in unserer Gesellschaft. Das ist wunderbar!“

Wer sich in Schleswig-Holstein gegen Covid-19 impfen lassen will, findet dazu im Internet auf www.impfen-sh.de sowie unter Telefon 0800 / 455 655 0 weitere Informationen.

Zwei Freunde in der Wildnis Kanadas

Packende Krimis, romantische Liebesromane, interessante Sachbücher: Diese Bücher werden von Literatur-Experten in Schleswig-Holsteins Bibliotheken empfohlen. Heute: „Der Fluss“ von Peter Heller – es geht um zwei Freunde, ein Kanu und eine große Bedrohung in der kanadischen Wildnis.

Schleswig-Holstein. Die Welt der gedruckten Literatur ist riesengroß – und in der aktuellen Kälte draußen lässt es sich   einmal mehr gemütlich zuhause schmökern. In einer kleinen Serie präsentieren Schleswig-Holsteins Bibliothekarinnen und Bibliothekare hier, was sich aus ihrer Sicht besonders zu lesen lohnt.

„Seit zwei Tagen schon rochen sie den Rauch.“

Heute kommt eine Empfehlung von Kristin Elin Berke von der Stadtbibliothek Lübeck: „’Seit zwei Tagen schon rochen sie den Rauch‘ – so beginnt Peter Hellers Abenteuerroman, und es braucht auch gar nicht mehr als diese paar Worte, um den Leser direkt mitzunehmen in die kanadische Wildnis, den Wald, die Gefahr“, schreibt sie.

Kristin Elin Berke gibt einen Buchtipp aus der Stadtbibliothek Lübeck. Foto: privat

Die Erzählung geht demnach so: Jack und Wynn, beste Freunde schon seit Studientagen, beschließen, eine riskante, aber gut geplante Kanutour über den kanadischen Maskwa River zu machen. Nach einiger Zeit bemerken sie nicht nur einen sich nähernden Waldbrand, sondern bekommen auch unmittelbar den Streit eines Paares mit und finden etwas später eine verwundete Frau am Ufer.

Die Freunde sind sich uneinig hatte die Frau einen Unfall, oder ist sie Opfer eines Verbrechens geworden?  Ist der Streit eskaliert? Es beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit, Jack und Wynn müssen nun nicht nur die schwer verletzte Frau mit in ihrem Kanu transportieren, ihnen sitzen auch der immer schneller aufholende Brand und außerdem noch andere, möglicherweise bewaffnete Verfolger im Nacken…

Das Buchcover von Peter Hellers Roman „Der Fluss“, erschienen im Verlag Nagel & Kimche.

Kristin Elin Berke ist von dem Buch beeindruckt. „Es gibt so Bücher, denen gelingt es, dass man denkt, man sei sozusagen dabei – ‚Der Fluss‘ ist definitiv eins von ihnen“, findet die Bibliothekarin aus Lübeck. „Da kann die Couch noch so gemütlich, das Kaminfeuer noch so prasselnd sein – es überkommt einen das Bedürfnis, sich trockene Socken anzuziehen, nachdem man mit Jack und Wynn durch den Fluss gewatet ist.“

Abgesehen von den liebevollen, detailgetreuen Schilderungen über die Natur, den Fluss, den Wald, die den Leser die Hingabe des Autors auf jeder Seite spüren lassen, erhält die Leserin zugleich einen tiefen Einblick in die Freundschaft zwischen Jack und Wynn, die während ihres Abenteuers auf eine harte Probe gestellt wird. „Der Fluss“ erschien 2019 im Nagel & Kimche Verlag.