Impfkampagne läuft auf Hochtouren

Kiel. Impfen, impfen, impfen: Die Kampagne zum Schutz vor einer Infektion mit dem Corona-Virus nimmt weiter Fahrt auf. Mehr als eine Million Schleswig-Holsteiner haben bereits eine Erstimpfung erhalten – das hat das Kieler Sozialministerium am 17. Mai mitgeteilt. Das entspreche rund 34,5 Prozent der Bevölkerung.

Knapp 400.000 Menschen zwischen Nord- und Ostsee haben demnach bereits die Zweitimpfung erhalten. Im Vergleich der Bundesländer liege Schleswig-Holstein damit bei den vollständig Geimpften deutschlandweit auf dem vierten Platz. Während auch im Juni rund 80.000 Impfdosen pro Woche an das Land geliefert werden sollen, erhöht sich offenbar die Lieferung an Arztpraxen deutlich: Hier ist eine Verdoppelung der gelieferten Impfstoffmenge angekündigt.

Neues System für Impftermine

Die nächste Terminvergabe für Impftermine der Priorisierungsgruppen 1 bis 3 wird über die landeseigene Internetseite www.impfen-sh.de am Donnerstag, 20. Mai, freigeschaltet: Ab 17 Uhr werden rund 75.000 Erstimpfungstermine in den Impfzentren für die darauffolgenden zwei Wochen vergeben.

Das System der Terminvergabe wird laut dem Ministerium ab Anfang Juni angepasst: Dann wird es möglich sein, sich verbindlich auf www.impfen-sh.de für das Wunsch-Impfzentrum zu registrieren – auch, wenn aktuell keine Termine verfügbar sind. Sobald das wieder der Fall ist, erhalten registrierte Nutzer automatisch einen freien Termin. Zwar ermögliche dies keine schnellere Terminvergabe, doch zumindest könnten die Bürger sich „sicher für einen Termin vormerken lassen“, so Sozialminister Dr. Heiner Garg.

Priorisierung in Arztpraxen wird aufgehoben

Die bundesweite Gesundheitsministerkonferenz hat weiter am 17. Mai beschlossen, die Impfpriorisierung für Haus- und Fachärzte aufzuheben, Termin soll der 7. Juni sein. Dies soll in Schleswig-Holstein ebenfalls frühestens zu diesem Zeitpunkt erfolgen.

Darüber hinaus wurde bekannt, dass die Impfzentren in Schleswig-Holstein bis mindestens zum 30. September in Betrieb bleiben sollen. Und damit im Schuljahr 2021 / 2022, das im August beginnt, für die Schüler möglichst wenige Auflagen gelten, sollen Impfungen auch dort schon vor den Sommerferien starten – vorausgesetzt, der Impfstoff von BioNTech/Pfizer ist auch für Menschen unter 16 Jahren zugelassen und der Bund liefert die zugesagten Impfdosen.

Foto: Gustavo Fring / pexels

Testcenter ein voller Erfolg

Neues Angebot gut angenommen: Zahlreiche Corona-Testungen bei Nortex

Neumünster. Erst rauf, jetzt wieder runter: Nachdem die Inzidenzzahlen in Bezug auf Neuinfektionen mit dem Coronavirus vergangene Woche die 100er-Marke überschritten hatten, gilt seit Montag, 10. Mai, die „Bundesnotbremse“ in Neumünster. Prompt sank die Zahl auf rund 95. Bis auf weiteres gelten im Einzelhandel nun erst einmal strengere Regeln – doch bei Nortex ist das Einkaufen direkt vor Ort weiterhin möglich.

Gratis-Test mit schnellem Ergebnis

Auflage dafür ist unter anderem ein aktueller negativer Corona-Test. Ausgenommen davon sind bereits Geimpfte oder Genesene. Das Besondere bei Nortex: Das Neumünsteraner Modehaus bietet allen Interessierten den Service an, sich im eigenen Testcenter auf eine Infektion hin prüfen zu lassen. Zunächst werden kurz die Kontaktdaten notiert, dann kann der Test in großen, gut belüfteten Räumen stattfinden. Das Bild ganz oben zeigt Vivien Marten und Martina Barz (v.l.) im Testcenter: Beide gehören zum geschulten Personal, dass die Tests im Modehaus vornimmt.

Bei der Anmeldung werden unter anderem die Kontaktdaten notiert. Foto: Nortex

Geschultes Personal, nette Atmosphäre

Das neue Testcenter wurde im momentan geschlossenen Café-Bistro eingerichtet. Alles ist kundenfreundlich organisiert: Die Räume sind hell und weit, es herrscht eine freundliche Atmosphäre, die Kunden werden anhand eines klaren Konzepts betreut. Getestet wird von Montag bis Samstag jeweils von 9.30 bis 17.30 Uhr.

Es kitzelt ein wenig…

Ein festes, medizinisch geschultes Team von Nortex-Mitarbeitenden nimmt die Testungen in abgeschirmten Abteilen vor. Das Wattebäuschen kitzelt zwar ein wenig in der Nase, doch das ist gut auszuhalten und keineswegs unangenehm. Wenig später erhalten die Kunden das Ergebnis im großzügigen Wartebereich – ist es negativ, kann jedermann nach Lust und Laune einkaufen!

Ist das Testergebnis negativ, bedeutet das: nach Lust und Laune
hochwertige Mode einkaufen bei Nortex! Foto: Nortex

Wann die „Notbremse“ gelockert wird

Die „Notbremse“ soll helfen, die Infektionsrate in einer Region schnell zu senken. Die Maßnahme wird gelockert, wenn die Sieben-Tage-Inzidenz an fünf aufeinander folgenden Werktagen unterboten wird: dann treten die Auflagen am übernächsten Tag wieder außer Kraft.

Mehr Infos zum neuen Corona-Schnellltest-Center sind direkt im Modehaus Nortex, Grüner Weg 9-11, in 24539 Neumünster sowie unter Telefon 04321 – 87000, per E-Mail an info@nortex.de und auf www.nortex.de. verfügbar. Das Modehaus Nortex hat von Montag bis Samstag von 9.30 bis 18.30 Uhr geöffnet. Herzlich willkommen!

SHalom und Moin!

Feste feiern und würdig erinnern: Schleswig-Holstein feiert 2021 das jüdische Leben im Norden

Kiel. Es war im Jahr 321 nach Christus, als der damalige römische Kaiser Konstantin an die Kölner Stadtoberen schrieb. Per Edikt erlaubte er darin jüdischen Bürgern, öffentliche Ämter zu bekleiden. Der Brief ist die früheste bekannte Erwähnung jüdischen Lebens im Gebiet des heutigen Deutschlands. Und ein Grund zum Feiern: Im Jahr 2021 richtet die Bundesrepublik das Jubiläumsjahr „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ aus.

Zwischen Nord- und Ostsee ließen sich jüdische Pioniere zwar erst Hunderte Jahre später nieder – gefeiert wird die willkommene Vielfalt im echten Norden aber dennoch: Rund 160 Veranstaltungen finden im Jubiläumsjahr landesweit statt. Aktionen vor Ort, Ausstellungen, Vorträge, Lesungen und auch digitale Angebote sollen Einblick in die wechselvolle Geschichte geben und auch eine Gelegenheit bieten, das jüdische Leben von heute kennenzulernen.

Jüdisches Leben soll sichtbarer werden

Kulturministerin Karin Prien und der Beauftragte für jüdisches Leben und gegen Antisemitismus, Peter Harry Carstensen (beide CDU, siehe Foto von David Ermes / MBWK), haben das Jubiläumsjahr eingeläutet. „Das Festjahr soll jüdisches Leben und jüdische Kultur in Schleswig-Holstein nachhaltig sichtbarer und zugänglicher machen“, sagte Prien im Kieler Landtag: Es gehe darum, auf diesem Feld eine langfristige Vernetzung und ein dauerndes gesellschaftliches Bewusstsein zu schaffen. „Jüdisches Leben gehört zu uns, von Kiel bis Keitum und von Harrislee bis Halstenbek.“

Das Festjahr zeige Prien zufolge, wie selbstverständlich Jüdinnen und Juden unsere Gesellschaft über Jahrhunderte geprägt haben. Ob Wissenschaft oder Malerei, Philosophie, Musik oder jüdische Feste, koscheres Essen, die Übernahme jiddischer Begriffe wie etwa „Schmusen“ oder „Techtelmechtel“ ins Deutsche, das selbstverständliche Tragen traditioneller Kleidung oder Toleranz bei der Religionsausübung: Berührungspunkte zwischen den Kulturen gab es durch die Jahrhunderte viele – und es gibt sie heute wieder mehr denn je. Ein Glück!

Erste urkundliche Erwähnung jüdischen Lebens in Schleswig-Holstein im Jahr 1424

Antisemitische Diskriminierung, Anfeindungen, Hass hingegen sollen keinen Platz haben in Schleswig-Holstein. Dabei spielen insbesondere die Schulen eine zentrale Rolle, so Prien: etwa durch die Vermittlung von jüdischen Traditionen, aber auch von Zivilcourage. „Das beginnt damit, dass man etwas sagt und nicht weghört, wenn ‚Du Jude‘ im Bus als Schimpfwort genutzt wird“, betonte sie. Diese gesellschaftliche Norm müsse „ohne Wenn und Aber“ verteidigt werden.

Als älteste bekannte Quelle im Hinblick auf das Judentum in Schleswig-Holstein nannte Peter Harry Carstensen eine Urkunde aus dem Jahr 1424. Damit ist die jüdische Geschichte in Schleswig-Holstein zwar deutlich jünger als anderswo – aber sie sei nicht weniger spannend, so der Antisemitismus-Beauftragte: „Wir wissen, dass es ab dem 17. Jahrhundert jüdische Gemeinden in Ahrensburg, Altona, Bad Segeberg, Elmshorn, Flensburg, Friedrichstadt, Glückstadt, Kiel, Lübeck, Neumünster und Rendsburg gab.“

Veranstaltungskalender mit mehr als 160 Angeboten

Darüber hinaus lebten eine Vielzahl an Familien bis zum aufkommenden Nationalsozialismus und der Shoah in anderen Orten ohne eigene Gemeinden. Dort prägten sie das Zusammenleben mit, betonte Carstensen. Und gehörten deshalb ebenso zum Land wie die vielen jüdischen Künstler und Künstlerinnen, die hier gewirkt hätten. Er wünschte sich: „Lassen Sie uns das Festjahr zu einem Anlass nehmen, das jüdische Leben als selbstverständlichen Bestandteil unserer Gesellschaft zu zeigen.“

Auf www. schleswig-holstein.de/juedisches-leben hat das Land einen Veranstaltungskalender veröffentlicht, der einen Einblick in die Vielfalt jüdischer Geschichte und Gegenwart in Schleswig-Holstein geben soll. Inzwischen sind mehr als 160 Aktionen dort vermerkt. In Videos und mit Texten nehmen zudem Vertreter der jüdischen Verbände, der Politik und aus der Gesellschaft Stellung.

Ein Haus voller Erinnerungen

Das neue „Jahr100Haus“ in Molfsee zeigt Alltägliches und Besonderes aus dem 20. Jahrhundert 

Molfsee. Eindrucksvoll – und wie gemacht für die Landschaft, in der es steht: Das neue „Jahr100Haus“ im Freilichtmuseum Molfsee bei Kiel ist eröffnet. In zwei enormen, rostroten Stahlbauten, die durch einen verglasten Innenhof miteinander verbunden sind, können die Schleswig-Holsteiner und alle Gäste künftig in einer Dauerausstellung entdecken, was Land und Leute im vergangenen 20. Jahrhundert bewegte.

Zum Inventar des Museums gehören auch zahlreiche „Klick-Fernseher“: Hier
probiert der Leitende Direktor Claus von Carnap-Bornheim das Spiezeug aus,
in dem authentische Motive von damals zu sehen sind. Foto: Nortex

„Wir haben hier einen riesigen musealen Sprung hingekriegt“, sagt Claus von Carnap- Bornheim, der Leitende Direktor der Stiftung Schleswig- Holsteinische Landesmuseen. Er ist auf dem Foto oben ganz links zu sehen; gemeinsam mit ihm eröffnete Dr. Babette Tewes, Guido Wendt und Dr. Wolfgang Rüther (v.l.) das „Jahr100Haus“ im Freilichtmuseum Molfsee.

Mit dem Neubau sei nicht nur ein modernes Gebäude für die Dauerausstellung, sondern auch ein barrierefreies Empfangshaus mit hoher Service-Qualität entstanden. „Das ist ein wichtiger Baustein für das Gesamtkonzept unserer schleswigholsteinischen Museumslandschaft.“

Roter Strandanzug: Mit kuriosen Ausstellungsstücken
zeigt das neue Museum in Molfsee, was im 20. Jahrhundert
das Leben der Schleswig-Holsteiner prägte. Foto: Nortex

Drinnen: ein roter, altmodischer Badeanzug aus Baumwolle, mit Hosenbeinen und Rüschen. Eine opulente, mit silbernen Intarsien verzierte Ladenkasse. Ein „Schuh-Durchleuchtungsgerät“ und ein durchdesignter Kinderwagen von anno dazumal. Die Fackel, mit der das olympische Feuer 1972 von München nach Kiel getragen wurde: Es ist ein Sammelsurium von 350 Exponaten, das in der neuen Ausstellung präsentiert wird. Hier kommen die kleinen und großen Gegenstände wieder zum Vorschein, die in einer Zeitspanne von gut hundert Jahren das Leben und Gefühl der Schleswig-Holsteiner prägten – und mit denen bis heute viele Erinnerungen an früher verbunden sind.

Kuriose Dinge, die den Alltag prägten

Die geballte Vielfalt an kuriosen Dingen des Alltags ist mit Sachverstand verteilt – auf rund 920 Quadratmetern Fläche findet alles im Souterrain des Museums seinen Platz, aufgeteilt in sechs Themenbereiche. Auf den Tag genau vier Jahre dauerten die Bauarbeiten, um den Entwurf des Lübecker Architekturbüros „ppp architekten“ umzusetzen.

Tragwerk und Innenfassade in einem: Die Hallen des Museum-Neubaus
bieten auch von innen eine beeindruckende Kulisse. Der First bietet einen
verglasten Lichteinlass. Foto: Nortex

Jetzt ist das „Jahr- 100Haus“ mit einer Fläche von insgesamt knapp 3000 Quadratmetern, schöner Holzbalken-Decke und einer rostroten Fassade aus Stahl fertig – für insgesamt rund 14,1 Millionen Euro. Davon trägt das Land Schleswig- Holstein 12,5 Millionen Euro, der Rest stammt aus Eigenmitteln der Stiftung sowie Spenden von Unternehmen und Bürgern. 

Bevor die eigentliche Ausstellung beginnt, wird der Besucher mit einer Flut von Bildern und Geräuschen eingestimmt. Ländlich wirkt das, wenn die Schafsherde durch den Hohlweg zieht. Robust, wenn auf der Schiffswerft gehämmert, gebohrt und gesägt wird. Voller Hingabe, wenn Poetry-Slammerin Mona Harry eine Hymne auf das Land reimt; und ein wenig selbstironisch, wenn ein Postbote mit gelbem Büddel auf dem Rücken durchs Watt läuft und läuft.

Ein Panoptikum des Alltags

Dann ist der Weg frei, um die sechs Themenwelten zu entdecken. „Es sind Bereiche, mit denen sich auch heute jeder Schleswig-Holsteiner beschäftigt – jeden Tag“, sagt die leitende Kuratorin, Babette Tewes. So geht es im ersten Bereich um Rhythmus. Hier demonstriert ein Melkschemel, was in alter Zeit einen gewohnten Tagesbeginn bedeutete. Im frühen 20. Jahrhundert fand schließlich der Strom seinen Weg in die Dörfer: „Das hatte große Auswirkungen auf den Alltag der Menschen“, so Tewes.

Molfsee künftig ganzjährig geöffnet

Mobilität gab’s auch schon früher: Ein Kinderwagen von anno dazumal gehört auch zur Ausstellung in Molfsee. Foto: Nortex

Dann geht es um Mobilität. Welche Routen im Land waren seit alters her wichtig und welche neu? Eine Zapfsäule von Boie fällt sofort ins Auge – bis in die 1970er Jahre gehörte sie vielerorts zu Tankstellen im Norden. Nebenan steht ein Schlitten. Er hat nicht nur Kufen, sondern auch Räder. Warum? Neben dem Ausstellungsstück ist die Geschichte notiert: Der Roll- Schlitten wurde in großer Not auf der Flucht aus Ostpreußen 1945 umgebaut – und diente als Transportmittel auf dem Weg von Berlin bis nach Kiel.

Haben und mehr haben: Was und wie konsumierten die Menschen früher im echten Norden? Foto: Nortex

Laut Wolfgang Rüther, Direktor des Freilichtmuseums, wurde die Ausstellung bewusst darauf ausgerichtet, neue Besuchergruppen zu interessieren – neben den Menschen aus dem ländlichen Raum zielt das Konzept auf ein urbanes Publikum aus Städten wie Kiel, Lübeck und Flensburg. Künftig, so Rüther, soll das Areal über das ganze Jahr hinweg geöffnet sein; er stellte wechselnde Winterausstellungen in Aussicht.

Auch der Chef hat etwas Persönliches beigesteuert

Die Exponate werden ohne Glashaube direkt präsentiert, ein Medientisch, Film-, Spiel- und Hörstationen sowie ein eGuide gehören dazu. Im Vorwege der Ausstellung gab es Aufrufe, etwas Persönliches beizusteuern. Dem folgte Claus von Carnap-Bornheim: Er spendierte zwei Postkarten, die im Themenbereich Kommunikation zu sehen sind. Auch in einem benutzbaren Spielzeug-Klick-Fernseher ist er zu sehen, auf dem Sofa und im Kreis der Familie.

Chefkuratorin Dr. Babette Tewes probiert eine der Mitmach-
Stationen der neuen Volkskunde-Ausstellung aus. Foto: Nortex

Ein altes Kassettendeck hingegen ist der Favorit von Babette Tewes: „Die Menschen aus meiner Generation haben dazu sofort Bilder im Kopf“, sagt sie. Und schildert, wie ihr Freundeskreis in den 1980er Jahren gegenseitig Mixtapes auf Kassette aufgenommen habe. „Genau darum geht es: Menschen dazu bringen, sich an Früher zu erinnern und sich darüber miteinander auszutauschen.“

Mehr Infos sind auf www. freilichtmuseum-sh.de sowie unter Telefon 0431/659 66 22 verfügbar. Wer die Schau besuchen möchte, muss sich dazu auf https://landesmuseensh. ticketfritz.de/ anmelden.

Gemeinsam gegen Hass und Gewalt

Kiel. Der „Weiße Ring“ ist ein Verein, der deutschlandweit Opfer von Kriminalität unterstützt. Zum heutigen 30. „Tag der Kriminalitätsopfer“ warnt er vor einer Verrohung der Gesellschaft – als schleichender Gefahr für die Demokratie. In Schleswig-Holstein baten im Jahr 2020 rund 1500 Menschen den Verein um Hilfe: vor allem nach Körperverletzungen und Sexualdelikten.

„Hass schafft Opfer. Er beleidigt Menschen, bedroht sie, verletzt sie. Im schlimmsten Fall tötet Hass Menschen, das haben die Mordanschläge in Halle, Hanau und auf den Politiker Walter Lübcke gezeigt.“ Erst auf den zweiten Blick, teilt der „Weiße Ring“ zum 30. „Tag der Kriminalitätsopfer“ weiter mit, sei sichtbar, welch eine schleichende Gefahr für unsere Gesellschaft und Demokratie vom Hass ausgehe: Er dränge Politiker aus den Parlamenten, er verleide Bürgern das Ehrenamt, er sprenge Diskussionen im Internet.

Opfer schützen heißt Demokratie schützen

„Wer sich gegen Hass und Hetze stellt, betreibt aktiven Opferschutz“, sagt deshalb Jörg Ziercke, Bundesvorsitzender des „Weißen Rings“. „Er beschützt Menschen – und er beschützt gleichzeitig die Demokratie, die nach wie vor beste, sicherste und freiste Staatsform, die wir je hatten.“ Man müsse sich einer Verrohung der Gesellschaft gemeinsam entgegenstellen, fordert Ziercke.

Mit dem 30. „Tag der Kriminalitätsopfer“ am 22. März will der „Weiße Ring“ dafür sensibilisieren. In ganz Deutschland finden an diesem Tag Aktionen der rund 2.900 ehrenamtlichen Mitarbeiter des Vereins zum Thema „Hass und Hetze“ statt, auch im „Echten Norden“. Der Hass im Internet richtet sich oft gegen Minderheiten, etwa gegen Menschen mit Migrationshintergrund, Homosexuelle oder Behinderte. Auch Frauen sind Hass und digitaler Gewalt ausgesetzt, einfach weil sie Frauen sind.

1500 Schleswig-Holsteiner suchten Hilfe

Dagegen haben die 180 ehrenamtlich Mitarbeitenden des „weißen Rings“ Schleswig-Holstein 2020 rund 16.730 Stunden aktive Opferarbeit geleistet. 1488 Menschen haben sich an den Verein gewandt, nachdem sie Opfer einer Straftat geworden waren. Gegenüber dem Jahr 2019 ist das ein Rückgang um 20 Fälle: Wie in den Vorjahren waren die Betroffenen in den meisten Fällen Opfer von Körperverletzungen (27 Prozent) und Sexualdelikten (24 Prozent).

Überwiegend Mädchen und Frauen betroffen

Mehr als 70 Prozent der vom „Weißen Ring“ betreuten Opfer sind Frauen und Mädchen. Davon ist ein großer Teil Opfer eines sexuellen Gewaltdelikts oder von häuslicher Gewalt. Wegen der Pandemie sind viele Opfer zuhause isoliert, hinzu kommt eine zunehmende wirtschaftliche und psychische Belastung. „In Zeiten von Kontaktbeschränkungen und Isolation ist es besonders wichtig, Opfern von Kriminalität schnelle und einfache Wege zu einer bedarfsgerechten Unterstützung aufzuzeigen“, betonte Manuela Söller-Winkler, Landesvorsitzende des Vereins in Schleswig-Holstein.

Hilfe gegen Stalking und Enkeltrick

An dritter Stelle in der Statistik stehen die Stalking-Delikte – mit steigender Tendenz: Waren es im Jahr 2018 noch unter 1 Prozent der Fälle, sind es inzwischen bereits 11 Prozent. Diese Straftat ist sehr schwer nachweisbar, die Dunkelziffer dürfte entsprechend hoch sein. Um mehr Opfern helfen zu können, hat der „Weiße Ring“ daher  die „NO STALK“-App entwickelt: Sie kann kostenfrei auf https://nostalk.de/ heruntergeladen werden. Mit ihr können Betroffene das Stalking beweissicher dokumentieren. Das ermöglicht der Polizei, früh einzugreifen und die Taten strafrechtlich zu verfolgen.

Besonders perfide: In der Corona-Pandemie nutzen Betrüger auch im Norden viele Gelegenheiten, sich auf Kosten ihrer Opfer zu bereichern. Dazu zählen unter anderem der Enkeltrick, der Adressenklau am Telefon, unseriöse Internet-Angebote beispielsweise für Online-Nachhilfe, ein angeblicher Home-Office-Support oder die Abzocke mit falschen Corona-Gesundheitsprodukten bis hin zu „Impfstoff-Paketen“. „Hier gibt der ‚Weiße Ring‘ Hilfestellung, wie die Maschen von solchen Betrügern zu erkennen sind und was im Schadensfall getan werden kann“, so Söller-Winkler.

Das Bild zu diesem Beitrag zeigt Prof. Jörg Ziercke, Bundesvorsitzender des „Weißen Rings“ (Foto: Christoph Soeder/WR).

Spontanes Einkaufen bei Nortex weiterhin möglich

Kunden sind stets herzlich willkommen: Ein NDR-Filmteam dreht bei Nortex zu den Vorbereitungen für „Click & meet“.

Neumünster. Ein Vormittag mit Aprilwetter, Sonne und Wolken wechseln sich ab. Die unstete Witterung führt viele Schleswig-Holsteiner ins Neumünsteraner Modehaus Nortex, um frische Mode für den Frühling einzukaufen. Auch ein Filmteam vom NDR ist zu Gast, um Aufnahmen zu machen: Im Schleswig-Holstein-Magazin soll gezeigt werden, wie sich der Einzelhandel im Norden auf das „Click & Meet“- Angebot vorbereitet, das die Landesregierung ab Montag vorschreibt.

Das Kieler Landeshaus reagiert damit auf steigende Werte bei der 7-Tage-Inzidenz von Corona-Fällen. Kurz gefasst bleibt es in Landkreisen mit einem Wert unter 50 bei einer normalen Öffnung des Einzelhandels. Zwischen 50 und 100 gilt das Vorgehen „Click & meet“, englisch für „Anklicken und treffen“: Das erlaubt dem Handel, die Geschäfte weiterhin zu öffnen; die Behörden können Infektionsketten früh unterbrechen. Bei einer Inzidenz von dauerhaft über 100 können Kunden bestellte Ware am Geschäft abholen.

Spontaner Einkauf bleibt möglich

Bei Nortex, dem Modehaus mit riesiger Auswahl an Passformen und Größen hochwertiger Bekleidung, funktioniert das System bereits einwandfrei: Wer dort einkaufen möchte, trägt einfach seine Kontaktdaten vor Ort in ein Formular ein – alles Übrige bleibt wie gewohnt, etwa die große Markenvielfalt sowie eine kompetente Beratung. „Wichtig ist, dass alle Kunden wissen, dass sie weiterhin jederzeit spontan zu uns kommen können, um einzukaufen. Nur dass wir zusätzlich, wie man es auch von Restaurants kennt, kurz die Kontaktdaten aufnehmen“, sagt Nortex-Geschäftsführer Kai Först.

10.000 Quadratmeter Platz für den Einkauf

Zum bequemen Shoppen steht mit 10.000 Quadratmetern Fläche besonders viel Platz zur Verfügung. Nach den geltenden Auflagen können bei einer Inzidenz zwischen 50 und 100 bis zu 250 Menschen bei Nortex einkaufen. „Das Robert-Koch-Institut hat bestätigt, dass die Infektionsgefahr im Einzelhandel sehr niedrig ist. Und das soll so bleiben! Damit sich jeder Besucher bei uns sicher fühlen kann, gibt es bei uns an vielen Stellen die Möglichkeit zum Desinfizieren der Hände, auch das Tragen der medizinischen Mund-Nase-Masken und das Einhalten des Abstands gehören dazu“, schildert Först. Besonders breite Gänge und eine effektive Belüftung vervollständigen das Konzept.

Der vorangegangene Lockdown bedeute auch für das Modehaus eine gewaltige Herausforderung. „Trotzdem haben wir das Glück, als traditionelles Familienunternehmen gut dazustehen – dafür haben viele Generationen vor uns gearbeitet“, so Först. Hoffnung und Optimismus schöpft er aus der langen Geschichte des Unternehmens: „Nortex gibt es seit 1937 und hat schon so manche Krise durchgestanden – und das werden wir auch diesmal tun.“

Aufbauplan für die Zeit nach Corona gefordert

Gegenüber dem NDR-Filmteam wünscht sich der Geschäftsführer verstärkte Anstrengungen, um möglichst viele Schleswig-Holsteiner schnellstmöglich zu impfen. „Ich habe Vertrauen in die Landesregierung, dass sie das Notwendige tut und den Schaden begrenzt. Dabei ist für uns vor allem eine Verlässlichkeit der Maßnahmen wichtig – natürlich abhängig davon, wie dynamisch sich die Situation verändert. Für den Einzelhandel fordere ich einen Aufbauplan in der Zeit nach der Pandemie.“

Übrigens: Auch mit der „Luca“-App auf dem Smartphone kann man sich bei Nortex bequem mit Kontaktdaten anmelden. Weitere Infos dazu sind auf www.nortex.de oder telefonisch unter 04321/87000 verfügbar. Das Modehaus, Grüner Weg 9-11 in 24539 Neumünster, ist werktags von 9.30 bis 18.30 Uhr geöffnet.

7822 Impftermine für ältere Schleswig-Holsteiner

Landesweit werden derzeit die über 88-jährigen Bürger Schleswig-Holsteins zum Impfen gegen Covid-19 eingeladen. In den Impfzentren wird diese Zielgruppe in den nächsten Tagen vor der Pandemie geschützt – aktuell sind 7822 Termine vergeben. Eine Hotline soll Interessierte informieren.

Kiel. Für die rund 220.000 impfberechtigten Bürgerinnen und Bürger im Land, die über 80 Jahre oder älter sind, sollen Informationsschreiben mit einem persönlichen Pin-Code und einer Telefonnummer zur Terminbuchung in einem Impfzentrum versendet werden. Das hat das Sozialministerium in Kiel angekündigt. Die Gruppe der über 80jährigen erhält demnach die persönlichen Schreiben in mehreren Intervallen, gestaffelt nach Alter: Ab Anfang Februar konnten laut der Behörde telefonisch erste Termine für die über 88jährigen vergeben werden – die Zielgruppe besteht in Schleswig-Holstein aus rund 35.000 Personen. Am ersten Tag seien 7822 Termine jeweils für die Erst- und Zweitimpfung in den Impfzentren vereinbart worden.

Buchungssystem wurde angepasst

Die Ergänzung des Buchungssystems ermöglicht es den angeschriebenen etwa 35.000 88jährigen und älteren Impfberechtigten, bequemer und ohne zeitlichen Druck Ihre Termine zu vereinbaren, so das Sozialministerium. Trotzdem habe es erwartungsgemäß am ersten Buchungstag am Vormittag eine sehr große Anzahl von Menschen gegeben, die so früh wie möglich so schnell wie möglich einen Termin vereinbaren wollten und nicht sofort durchkamen.

Die Behörde weist deshalb darauf hin, dass jede impfberechtigte Bürgerin und jeder impfberechtigte Bürger einen Termin erhält. Stress und Eile seien bei diesem Verfahren nicht notwendig; alle angeschriebenen Personen erhalten einen Termin. Die in dem Anschreiben vermerkte Telefonnummer stehe seit dem 1. Februar montags bis samstags jeweils zwischen 8 und 18 Uhr zur Verfügung. Wer nicht telefonisch durchkommt, kann zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal anrufen.

Weniger Frust in der Warteschleife

Da mit jedem Tag die Anzahl der versorgten Impfberechtigten steigt, fällt die Anzahl derjenigen, die sich telefonisch um einen Termin bemühen. Da die Anmeldung mit einem persönlichen PIN funktioniert, ist es auch nicht erforderlich, dass mehrere Angehörige parallel versuchen einen Termin für die angeschriebene Person zu buchen. Das führt im Zweifel nur zu längeren Warteschiefen an der Hotline.

Das Anmeldeverfahren sei verbessert worden: Vor der Anpassung hätten rund 245.000 impfberechtigte Personen ohne Einladung und Pin-Code jeweils Dienstag um 8 Uhr nur wenige Minuten nutzen können, bis alle verfügbaren Termine der Folgewoche vergeben waren. Dagegen hätten jetzt 35.000 Personen der über 88jährigen unbegrenzt Zeit, den persönlichen Termin zu buchen. Terminbuchungen für die Gruppe der über 80jährigen seien nicht nur für die Folgewoche, sondern für einen längeren Zeitraum möglich.

Zahl der Impftermine hängt von Lieferungen ab

Wieviele Termine vergeben werden können, hängt weiter von den aktuellen Liefermengen des Impfstoffs ab. Dementsprechend würden viele Impfwillige zunächst nur einen Termin erhalten können, der im späten Frühjahr oder gar Frühsommer liegt, schreibt das Ministerium öffentlich: „Sollte mehr Impfstoff verfügbar sein, wird den Betroffenen telefonisch ein früherer Termin angeboten. Sie müssen hier nicht noch einmal tätig werden.“

Das landeseigene Internet-Portal www.impfen-sh.de steht weiterhin für alle Bürger, die sich informieren wollen, jederzeit offen.

Das Nortex-Jahr in Bildern

Neumünster. Das Jahr 2020 war ein außergewöhnliches – die Corona-Pandemie hat ab März vielfach das gesellschaftliche Leben bestimmt; auch der Einzelhandel war davon besonders berührt. So galt es, vielfache Auflagen und Hürden zu überwinden; doch es gab auch Hoffnung machende Momente. Mit rund 30 Motiven zeigen wir einige Stationen, die dieses Jahr bei Nortex bewegten.

Nach aktuellem Stand wird Nortex bis einschließlich des 10. Januars vorübergehend geschlossen bleiben. Der Verkauf von Geschenkgutscheinen ist weiterhin möglich, mehr Infos dazu finden sich auf www.nortex.de sowie unter Telefon 04321-87000.

Wir wünschen Ihnen ein sehr gutes neues Jahr 2021 – und heißen Sie in Zukunft herzlich willkommen in unserem Modehaus!

Im Januar wird der Winterschlussverkauf veranstaltet. Foto: Nortex
Herzlicher Empfang zum Verkaufsoffenen Sonntag im Februar. Foto: Nortex
Wiebke Kollster tritt als Andrea-Berg-Double auf. Foto: Nortex
Die Mode-Info-Veranstaltung der Damenabteilungen findet im März statt. Foto: Nortex
Vera Mont-Modenschau im Modehaus Nortex. Foto: Nortex
Sprint auf dem Fahrrad: Sportliche Aktion zum Langen Freitag am 13. März. Foto: Nortex
Mit einer Glücksdose ließen sich am Langen Freitag kleinere Gewinne abholen… Foto: Nortex
…die traditionelle große Verlosung wurde als Videofilm online veröffentlicht. Foto: Nortex
Shutdown: Mitte März wurde die hochwertige Bekleidung sorgfältig verhüllt. Foto: Nortex
Schneewittchen-Schlaf: Schaufenster-Figuren im Verkaufsraum. Foto: Nortex
Ab April werden im Nortex-Änderungsatelier Mund-Nase-Masken genäht. Foto: Nortex
Das Verkaufszelt wird auf dem Außengelände errichtet. Foto: Nortex
Hier wird auf zusätzlicher Fläche hochwertige Bekleidung verkauft. Foto: Nortex
Wiedereröffnung: Im Mai heißt Verkaufsleiter Andy Grabowski die Nortex-Kunden wieder im Haupthaus willkommen. Foto: Nortex
Neu im Sortiment: Einkaufsleiter Thorsten Guckel präsentiert die Mund-Nase-Masken. Foto: Nortex
Nortex gibt die Mehrwertsteuersenkung komplett an seine Kunden weiter. Foto: Nortex
Hier erhalten die Gewinner der Sachpreis-Verlosung ihre Preise. Foto: Nortex
Länger auf: Ab 2. Juni passt Nortex seine Öffnungszeiten an. Foto: Nortex
Die Tischlerinnung Neumünster zeigt ihre Gesellenstücke. Foto: Nortex
Nach 32 Jahren: Abschiedsfest für Marketing-Leiterin Ursula Peiler (l.). Ihre Nachfolgerin wird Stephanie Voß. Foto: Nortex
Unternehmensberaterin Alexa Kuhnke schult Nortex-Mitarbeiter in der Nortex-Akademie. Foto: Nortex
Technik der Zukunft: die E-Auto-Schau 2020 zieht Hunderte Besucher an. Foto: Nortex
Knapp 20 Autohäuser zeigen zahlreiche Modelle internationaler Hersteller. Foto: Nortex
Auch die Auszubildenden helfen mit – sie weisen den Gästen Parkplätze zu. Foto: Nortex
Thomas Golze (l.), Geschäftsführer beim Hosenhersteller Joker, ist zu Gast in der Nortex-Akademie. Foto: Nortex
Schutz gegen Schietwetter: die Barbour-Aktionswoche bei Nortex findet im Oktober statt. Foto: Nortex
Nettes Gimmick: Burlington-Socken werden bei Nortex mit einer Maschine „eingedost“. Foto: Nortex
Tausende Lämpchen leuchten vom Weihnachtsbaum vor Nortex – in einer Adventszeit, in der vieles anders ist als gewohnt. Foto: Nortex
Ein Pylon im Eingangsbereich weist auf das 60-jährige Bestehen von Nortex in Neumünster hin. Foto: Nortex
Anmelden und abholen: Nortex bietet aktuell Geschenkgutscheine an. Foto: Nortex

 

„Ich war total fassungslos“

Große Anteilnahme nach dem Brand: Nachdem ihr Wohnhaus bei Arpsdorf durch ein Feuer komplett zerstört wurde, erlebt die Familie um Angela Joost  eine Welle der Hilfsbereitschaft. Der Mitarbeiterin des Café-Bistros bei Nortex ist es wichtig, sich für die Anteilnahme und Unterstützung zu bedanken.

Arpsdorf. Es war ein großer Schreck Anfang des Monats: Am 5. Dezember brannte ein Einzelgehöft in der Nähe von Arpsdorf, südlich von Neumünster, vollständig ab. Der frühere Bauernhof stand lichterloh in Flammen, als die Feuerwehr eintraf. Rund 100 Einsatzkräfte beteiligten sich an den Löscharbeiten, die bis Mitternacht dauerten. Weder Menschen noch Tiere wurden verletzt.

Technischer Defekt als Auslöser

Ein technischer Defekt im Stallgebäude hatte den Brand offenbar ausgelöst. Das war kurz nach 12 Uhr mittags. „Erst war nur ein heller Schein aus der Katzenklappe zu sehen“, schildert Angela Joost, die den Hof gemeinsam mit ihrer Schwägerin, deren Sohn und Mann bewohnte. Als sie und ihr Neffe den Brand bemerkten, alarmierten sie sofort die Feuerwehr.

Die konnte zwar eine angrenzende Halle vor dem Feuer schützen, doch das Wohnhaus war nicht mehr zu retten: Um alle Glutnester zu löschen, musste schließlich sogar ein Bagger die Mauern des Hauses einreißen. Im Nachhinein wurde klar, dass auch Öl ausgelaufen war, sodass das betroffene Erdreich abgetragen werden musste.

Nachbarn und Kollegen halfen

Angela Joost arbeitet im Café-Bistro bei Nortex – und bedankte sich nun für die Hilfsbereitschaft, mit der viele Arpsdorfer Bürger, Nachbarn und Kollegen sie und ihre Familie unterstützen: „Die Anteilnahme war sehr groß – das hat uns sehr geholfen, diese schwierige Zeit besser zu überstehen“, sagte sie. Sie sei sehr überrascht gewesen, wie viele Menschen sich plötzlich für ihre Familie einsetzten. So sorgte eine Initiative von Nachbarn für eine willkommene Spendensumme. Bis heute lädt ein Nachbar die Familie stets mittags zum Essen ein. Auch das Unternehmen Nortex beteiligte sich und versorgte die vier Personen mit warmer und hochwertiger Kleidung.

Derzeit leben die früheren Hofbewohner in einer Ferienwohnung in Arpsdorf: Eine vorübergehende Lösung, bis eine dauerhafte Wohnung gefunden ist. Auf dem Grundstück des abgebrannten Gehöfts soll neu gebaut werden – doch wann und in welcher Form damit begonnen wird, stehe noch nicht fest, so Angela Joost. Und drückt zugleich erneut aus, wie sehr die Hilfe aus ihrem sozialen Umfeld sie bewegt: „Das fand ich unglaublich nett – ich war total fassungslos!“

Vielfalt und Qualität schenken – mit einem Gutschein von Nortex

Das Modehaus in Neumünster bietet online und telefonisch Geschenkgutscheine an

Neumünster. Deutschland im Lockdown: Auch in Schleswig-Holstein ruhen große Teile des Einzelhandels, um die Pandemie einzudämmen. Wer jetzt auf der Suche nach einem besonderen Geschenk ist, hat es nicht leicht, das Passende zu finden. Oder etwa doch? Das Modehaus in Neumünster bietet online und per Telefon attraktiv gestaltete Geschenkgutscheine an – eine perfekte Gelegenheit, Familie, Freunden und Bekannten eine besondere Freude zu machen.

Wunderbar warme Jacken und Mäntel, hochwertige und bequeme Hosen, hübsche Blusen und vieles mehr: Gewöhnlich können Besucher bei Nortex auf 10.000 Quadratmeter Fläche nach Lust und Laune hochwertige Bekleidung und aktuelle Mode von rund 240 internationalen Markenherstellern anschauen, anprobieren und sich beim Einkauf fachkundig beraten lassen. Solange der Lockdown währt, fällt der sonst übliche Einkaufsbummel allerdings aus – das Geschäft bleibt vorerst bis zum 10. Januar geschlossen.

Wunderbare Mode in Papierform

Doch es gibt einen Lichtblick: „Wir versuchen, die Wünsche unserer Kunden auch in diesen besonderen Zeiten zu erfüllen“, sagt Nortex-Verkaufsleiter Andy Grabowski. Dazu habe das Modehaus eine Menge Geschenkgutscheine vorbereitet: Die Bestellung erfolgt online oder auch telefonisch, die fertigen Gutschein werden dann per Post zugeschickt oder von den Kunden direkt vor Ort abgeholt. „Die Nortex-Geschenkgutscheine sind eine ideale Gelegenheit, um seinen Liebsten ein wunderbares Stück Mode zu schenken“, so Grabowski: „Wir laden jedermann herzlich ein, unser Angebot dazu im Internet kennenzulernen oder einfach bei uns anzurufen.“

Gutschein kann auch vor Ort abgeholt werden

Der Verkaufsleiter erläutert, wie das in der Praxis funktioniert. „Auf www.nortex.de lässt sich der Geschenkgutschein einfach und bequem online bestellen. Dort trägt der Kunde seine Daten samt des gewünschten Einkaufswerts ein.“ Im Anschluss werde die Bestellung umgehend bearbeitet und der Gutschein per Post an die angegebene Adresse versendet. Nach Überweisung des Betrags und Geldeingang bei Nortex wird der Gutschein aktiviert und ist dann sofort einlösbar.

„Wer will, kann sich den Gutschein sicher und bequem auch direkt bei uns vor Ort abholen“, sagt Andy Grabowski. Die Option ist ebenfalls im Internet wählbar, doch auch der komplette Bestellvorgang lasse sich am Telefon unter 04321/87000 ausmachen. Die Telefonzentrale des Modehauses am Grünen Weg 9-11 ist von Montag bis Freitag in der Zeit von 9 bis 13 Uhr durchgehend besetzt.

Fazit: Wer auf Vielfalt und Qualität trotz des Lockdowns nicht verzichten mag, trifft mit einem Geschenkgutschein von Nortex eine kluge Wahl! Bleiben Sie gesund – wir freuen uns, sie bald wieder in unserem Modehaus begrüßen zu dürfen!