Das Nortex-Jahr in Bildern

Neumünster. Das Jahr 2020 war ein außergewöhnliches – die Corona-Pandemie hat ab März vielfach das gesellschaftliche Leben bestimmt; auch der Einzelhandel war davon besonders berührt. So galt es, vielfache Auflagen und Hürden zu überwinden; doch es gab auch Hoffnung machende Momente. Mit rund 30 Motiven zeigen wir einige Stationen, die dieses Jahr bei Nortex bewegten.

Nach aktuellem Stand wird Nortex bis einschließlich des 10. Januars vorübergehend geschlossen bleiben. Der Verkauf von Geschenkgutscheinen ist weiterhin möglich, mehr Infos dazu finden sich auf www.nortex.de sowie unter Telefon 04321-87000.

Wir wünschen Ihnen ein sehr gutes neues Jahr 2021 – und heißen Sie in Zukunft herzlich willkommen in unserem Modehaus!

Im Januar wird der Winterschlussverkauf veranstaltet. Foto: Nortex
Herzlicher Empfang zum Verkaufsoffenen Sonntag im Februar. Foto: Nortex
Wiebke Kollster tritt als Andrea-Berg-Double auf. Foto: Nortex
Die Mode-Info-Veranstaltung der Damenabteilungen findet im März statt. Foto: Nortex
Vera Mont-Modenschau im Modehaus Nortex. Foto: Nortex
Sprint auf dem Fahrrad: Sportliche Aktion zum Langen Freitag am 13. März. Foto: Nortex
Mit einer Glücksdose ließen sich am Langen Freitag kleinere Gewinne abholen… Foto: Nortex
…die traditionelle große Verlosung wurde als Videofilm online veröffentlicht. Foto: Nortex
Shutdown: Mitte März wurde die hochwertige Bekleidung sorgfältig verhüllt. Foto: Nortex
Schneewittchen-Schlaf: Schaufenster-Figuren im Verkaufsraum. Foto: Nortex
Ab April werden im Nortex-Änderungsatelier Mund-Nase-Masken genäht. Foto: Nortex
Das Verkaufszelt wird auf dem Außengelände errichtet. Foto: Nortex
Hier wird auf zusätzlicher Fläche hochwertige Bekleidung verkauft. Foto: Nortex
Wiedereröffnung: Im Mai heißt Verkaufsleiter Andy Grabowski die Nortex-Kunden wieder im Haupthaus willkommen. Foto: Nortex
Neu im Sortiment: Einkaufsleiter Thorsten Guckel präsentiert die Mund-Nase-Masken. Foto: Nortex
Nortex gibt die Mehrwertsteuersenkung komplett an seine Kunden weiter. Foto: Nortex
Hier erhalten die Gewinner der Sachpreis-Verlosung ihre Preise. Foto: Nortex
Länger auf: Ab 2. Juni passt Nortex seine Öffnungszeiten an. Foto: Nortex
Die Tischlerinnung Neumünster zeigt ihre Gesellenstücke. Foto: Nortex
Nach 32 Jahren: Abschiedsfest für Marketing-Leiterin Ursula Peiler (l.). Ihre Nachfolgerin wird Stephanie Voß. Foto: Nortex
Unternehmensberaterin Alexa Kuhnke schult Nortex-Mitarbeiter in der Nortex-Akademie. Foto: Nortex
Technik der Zukunft: die E-Auto-Schau 2020 zieht Hunderte Besucher an. Foto: Nortex
Knapp 20 Autohäuser zeigen zahlreiche Modelle internationaler Hersteller. Foto: Nortex
Auch die Auszubildenden helfen mit – sie weisen den Gästen Parkplätze zu. Foto: Nortex
Thomas Golze (l.), Geschäftsführer beim Hosenhersteller Joker, ist zu Gast in der Nortex-Akademie. Foto: Nortex
Schutz gegen Schietwetter: die Barbour-Aktionswoche bei Nortex findet im Oktober statt. Foto: Nortex
Nettes Gimmick: Burlington-Socken werden bei Nortex mit einer Maschine „eingedost“. Foto: Nortex
Tausende Lämpchen leuchten vom Weihnachtsbaum vor Nortex – in einer Adventszeit, in der vieles anders ist als gewohnt. Foto: Nortex
Ein Pylon im Eingangsbereich weist auf das 60-jährige Bestehen von Nortex in Neumünster hin. Foto: Nortex
Anmelden und abholen: Nortex bietet aktuell Geschenkgutscheine an. Foto: Nortex

 

„Ich war total fassungslos“

Große Anteilnahme nach dem Brand: Nachdem ihr Wohnhaus bei Arpsdorf durch ein Feuer komplett zerstört wurde, erlebt die Familie um Angela Joost  eine Welle der Hilfsbereitschaft. Der Mitarbeiterin des Café-Bistros bei Nortex ist es wichtig, sich für die Anteilnahme und Unterstützung zu bedanken.

Arpsdorf. Es war ein großer Schreck Anfang des Monats: Am 5. Dezember brannte ein Einzelgehöft in der Nähe von Arpsdorf, südlich von Neumünster, vollständig ab. Der frühere Bauernhof stand lichterloh in Flammen, als die Feuerwehr eintraf. Rund 100 Einsatzkräfte beteiligten sich an den Löscharbeiten, die bis Mitternacht dauerten. Weder Menschen noch Tiere wurden verletzt.

Technischer Defekt als Auslöser

Ein technischer Defekt im Stallgebäude hatte den Brand offenbar ausgelöst. Das war kurz nach 12 Uhr mittags. „Erst war nur ein heller Schein aus der Katzenklappe zu sehen“, schildert Angela Joost, die den Hof gemeinsam mit ihrer Schwägerin, deren Sohn und Mann bewohnte. Als sie und ihr Neffe den Brand bemerkten, alarmierten sie sofort die Feuerwehr.

Die konnte zwar eine angrenzende Halle vor dem Feuer schützen, doch das Wohnhaus war nicht mehr zu retten: Um alle Glutnester zu löschen, musste schließlich sogar ein Bagger die Mauern des Hauses einreißen. Im Nachhinein wurde klar, dass auch Öl ausgelaufen war, sodass das betroffene Erdreich abgetragen werden musste.

Nachbarn und Kollegen halfen

Angela Joost arbeitet im Café-Bistro bei Nortex – und bedankte sich nun für die Hilfsbereitschaft, mit der viele Arpsdorfer Bürger, Nachbarn und Kollegen sie und ihre Familie unterstützen: „Die Anteilnahme war sehr groß – das hat uns sehr geholfen, diese schwierige Zeit besser zu überstehen“, sagte sie. Sie sei sehr überrascht gewesen, wie viele Menschen sich plötzlich für ihre Familie einsetzten. So sorgte eine Initiative von Nachbarn für eine willkommene Spendensumme. Bis heute lädt ein Nachbar die Familie stets mittags zum Essen ein. Auch das Unternehmen Nortex beteiligte sich und versorgte die vier Personen mit warmer und hochwertiger Kleidung.

Derzeit leben die früheren Hofbewohner in einer Ferienwohnung in Arpsdorf: Eine vorübergehende Lösung, bis eine dauerhafte Wohnung gefunden ist. Auf dem Grundstück des abgebrannten Gehöfts soll neu gebaut werden – doch wann und in welcher Form damit begonnen wird, stehe noch nicht fest, so Angela Joost. Und drückt zugleich erneut aus, wie sehr die Hilfe aus ihrem sozialen Umfeld sie bewegt: „Das fand ich unglaublich nett – ich war total fassungslos!“

Vielfalt und Qualität schenken – mit einem Gutschein von Nortex

Das Modehaus in Neumünster bietet online und telefonisch Geschenkgutscheine an

Neumünster. Deutschland im Lockdown: Auch in Schleswig-Holstein ruhen große Teile des Einzelhandels, um die Pandemie einzudämmen. Wer jetzt auf der Suche nach einem besonderen Geschenk ist, hat es nicht leicht, das Passende zu finden. Oder etwa doch? Das Modehaus in Neumünster bietet online und per Telefon attraktiv gestaltete Geschenkgutscheine an – eine perfekte Gelegenheit, Familie, Freunden und Bekannten eine besondere Freude zu machen.

Wunderbar warme Jacken und Mäntel, hochwertige und bequeme Hosen, hübsche Blusen und vieles mehr: Gewöhnlich können Besucher bei Nortex auf 10.000 Quadratmeter Fläche nach Lust und Laune hochwertige Bekleidung und aktuelle Mode von rund 240 internationalen Markenherstellern anschauen, anprobieren und sich beim Einkauf fachkundig beraten lassen. Solange der Lockdown währt, fällt der sonst übliche Einkaufsbummel allerdings aus – das Geschäft bleibt vorerst bis zum 10. Januar geschlossen.

Wunderbare Mode in Papierform

Doch es gibt einen Lichtblick: „Wir versuchen, die Wünsche unserer Kunden auch in diesen besonderen Zeiten zu erfüllen“, sagt Nortex-Verkaufsleiter Andy Grabowski. Dazu habe das Modehaus eine Menge Geschenkgutscheine vorbereitet: Die Bestellung erfolgt online oder auch telefonisch, die fertigen Gutschein werden dann per Post zugeschickt oder von den Kunden direkt vor Ort abgeholt. „Die Nortex-Geschenkgutscheine sind eine ideale Gelegenheit, um seinen Liebsten ein wunderbares Stück Mode zu schenken“, so Grabowski: „Wir laden jedermann herzlich ein, unser Angebot dazu im Internet kennenzulernen oder einfach bei uns anzurufen.“

Gutschein kann auch vor Ort abgeholt werden

Der Verkaufsleiter erläutert, wie das in der Praxis funktioniert. „Auf www.nortex.de lässt sich der Geschenkgutschein einfach und bequem online bestellen. Dort trägt der Kunde seine Daten samt des gewünschten Einkaufswerts ein.“ Im Anschluss werde die Bestellung umgehend bearbeitet und der Gutschein per Post an die angegebene Adresse versendet. Nach Überweisung des Betrags und Geldeingang bei Nortex wird der Gutschein aktiviert und ist dann sofort einlösbar.

„Wer will, kann sich den Gutschein sicher und bequem auch direkt bei uns vor Ort abholen“, sagt Andy Grabowski. Die Option ist ebenfalls im Internet wählbar, doch auch der komplette Bestellvorgang lasse sich am Telefon unter 04321/87000 ausmachen. Die Telefonzentrale des Modehauses am Grünen Weg 9-11 ist von Montag bis Freitag in der Zeit von 9 bis 13 Uhr durchgehend besetzt.

Fazit: Wer auf Vielfalt und Qualität trotz des Lockdowns nicht verzichten mag, trifft mit einem Geschenkgutschein von Nortex eine kluge Wahl! Bleiben Sie gesund – wir freuen uns, sie bald wieder in unserem Modehaus begrüßen zu dürfen!

Zwei Freunde in der Wildnis Kanadas

Packende Krimis, romantische Liebesromane, interessante Sachbücher: Diese Bücher werden von Literatur-Experten in Schleswig-Holsteins Bibliotheken empfohlen. Heute: „Der Fluss“ von Peter Heller – es geht um zwei Freunde, ein Kanu und eine große Bedrohung in der kanadischen Wildnis.

Schleswig-Holstein. Die Welt der gedruckten Literatur ist riesengroß – und in der aktuellen Kälte draußen lässt es sich   einmal mehr gemütlich zuhause schmökern. In einer kleinen Serie präsentieren Schleswig-Holsteins Bibliothekarinnen und Bibliothekare hier, was sich aus ihrer Sicht besonders zu lesen lohnt.

„Seit zwei Tagen schon rochen sie den Rauch.“

Heute kommt eine Empfehlung von Kristin Elin Berke von der Stadtbibliothek Lübeck: „’Seit zwei Tagen schon rochen sie den Rauch‘ – so beginnt Peter Hellers Abenteuerroman, und es braucht auch gar nicht mehr als diese paar Worte, um den Leser direkt mitzunehmen in die kanadische Wildnis, den Wald, die Gefahr“, schreibt sie.

Kristin Elin Berke gibt einen Buchtipp aus der Stadtbibliothek Lübeck. Foto: privat

Die Erzählung geht demnach so: Jack und Wynn, beste Freunde schon seit Studientagen, beschließen, eine riskante, aber gut geplante Kanutour über den kanadischen Maskwa River zu machen. Nach einiger Zeit bemerken sie nicht nur einen sich nähernden Waldbrand, sondern bekommen auch unmittelbar den Streit eines Paares mit und finden etwas später eine verwundete Frau am Ufer.

Die Freunde sind sich uneinig hatte die Frau einen Unfall, oder ist sie Opfer eines Verbrechens geworden?  Ist der Streit eskaliert? Es beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit, Jack und Wynn müssen nun nicht nur die schwer verletzte Frau mit in ihrem Kanu transportieren, ihnen sitzen auch der immer schneller aufholende Brand und außerdem noch andere, möglicherweise bewaffnete Verfolger im Nacken…

Das Buchcover von Peter Hellers Roman „Der Fluss“, erschienen im Verlag Nagel & Kimche.

Kristin Elin Berke ist von dem Buch beeindruckt. „Es gibt so Bücher, denen gelingt es, dass man denkt, man sei sozusagen dabei – ‚Der Fluss‘ ist definitiv eins von ihnen“, findet die Bibliothekarin aus Lübeck. „Da kann die Couch noch so gemütlich, das Kaminfeuer noch so prasselnd sein – es überkommt einen das Bedürfnis, sich trockene Socken anzuziehen, nachdem man mit Jack und Wynn durch den Fluss gewatet ist.“

Abgesehen von den liebevollen, detailgetreuen Schilderungen über die Natur, den Fluss, den Wald, die den Leser die Hingabe des Autors auf jeder Seite spüren lassen, erhält die Leserin zugleich einen tiefen Einblick in die Freundschaft zwischen Jack und Wynn, die während ihres Abenteuers auf eine harte Probe gestellt wird. „Der Fluss“ erschien 2019 im Nagel & Kimche Verlag.

Erfolgreich anders

In einer Welt, in der stets mehr virtuell stattfindet, kann das wirkliche Leben nur an Wert gewinnen. An manchen Orten wird das besonders deutlich – weil sie echt sind und ihren Charakter bewahrt haben. Nortex in Neumünster ist ein solcher Ort: Hier schlägt seit 60 Jahren das Herz für Bekleidung.


Neumünster. Damals wurde Bekleidung genäht, heute bietet das Modehaus eine einzigartige Auswahl an Marken, Größen, Passformen und einen kompetenten Service. Doch wie war es früher? Lernen Sie unser Modehaus, das in diesem Jahr seinen 60. Geburtstag in Neumünster begeht, kennen – mit einem Blick zurück und nach vorn.

Kurz geht es noch weiter zurück – ins Jahr 1937, als die „Norddeutsche Textilgesellschaft“, kurz Nortex, von Richard Ohlhoff in Hamburg gegründet wurde. Wenig später zog der Betrieb nach Bad Bramstedt, fertigte dort Bekleidung für Damen und Herren. Das geschah während des Wirtschaftswunders mit solchem Erfolg, dass weitere Standorte im Land gegründet wurden.

So kam es, dass 1960 die Herrenkleiderfabrik in Wittorf, einem Stadtteil Neumünsters, entstand: „Nach den Sommerwerksferien ging es hier los“, berichtet Nortex-Geschäftsführer Dieter Ohlhoff. Der Grundstein war gelegt. Doch Stillstand bedeutet das nicht, im Gegenteil: „Das erste Gebäude hatte 1600 Quadratmeter, fünf Jahre später entstand das zweite Gebäude in gleicher Größe.“

Tweed und Popeline waren gefragt

Etwa 180 Mitarbeiter arbeiteten damals an den Nähbändern. Was produzierten sie? „Das waren vor allem Anzüge in klassischen gedeckten Farben, etwa Schwarz, Blau und Grün“, sagt Nortex-Geschäftsführerin Ingrid Först, „aber auch Tweed-Sakkos mit Karos oder Popeline-Blousons waren gefragt“.

156 Konfektionsgrößen gab es damals, weiß Ingrid Först zu erzählen; sie wurden sämtlich bei Nortex gefertigt. Das ist bis heute von Bedeutung: „Wir vergessen unsere Wurzeln nicht – wir kommen aus der Produktion und sind deshalb bis heute Spezialist für Größen und Passformen.“

1974 wandelte das Unternehmen die Produktion am Standort Grüner Weg in den Einzelhandel um. Grund dafür war die Konkurrenz aus Fernost, wegen der sich die Produktion nicht mehr lohnte. So verständigte man sich im Einvernehmen mit der Politik in der Stadt sowie der Landesregierung darauf, am Grünen Weg den Bekleidungseinzelhandel aufzubauen.

„Das Nortex Mode-Center ist die Zukunft!“, heißt es nun. Mit dem neuen Konzept geht ein klar definierter Anspruch einher: „Wir verstehen, wertschätzen und unterstützen die Menschen in ihrer Individualität“, so Ingrid Först. Ihr geht es darum, den Menschen zum Maß aller Dinge zu nehmen – und ihnen stets hochwertige Bekleidung in allen Größen und Passformen für jeden Anlass anzubieten. „Wir wollen erfolgreich anders sein hier in Schleswig- Holstein – und sind es auch“, so Ingrid Först.

Ein offenes und freundliches Menschenbild, der feste Bezug zu Schleswig-Holstein, der hohe Anspruch an sich selbst – das macht für Nortex- Geschäftsführer Kai Först den Nortex-Dreiklang aus. Dieser Dreiklang hat das Unternehmen bisher gut begleitet und auch in Zukunft wird er unvermindert Geltung haben. „Wir sind echte Schleswig-Holsteiner und viel näher dran an den Menschen als andere. Wir sind hier richtig verwurzelt“, macht er deutlich.

In der Praxis setzte Nortex dabei aufs Land – und ging auf die Wünsche der Dorfbewohner ein. „Als Nortex anfing, gab es im Handel mit Bekleidung starke Mitbewerber in den großen Städten Schleswig- Holsteins“, schildert Dieter Ohlhoff. In den Dörfern war es anders, dort gab es keine Bekleidungsgeschäfte.

Das Kalkül seines Onkels Richard Ohlhoff: Man müsse ein so spezielles Sortiment aufbauen, dass die Kunden dafür eine Fahrt von 20, 30 oder auch 50 Kilometern in Kauf nehmen. „So haben wir angefangen, unseren Kunden sehr viel Auswahl und auch große Größen anzubieten. Da sind viele gekommen, auf Empfehlung – und das ist bis heute so“, erläutert Dieter Ohlhoff.

Nach wie vor kommen Landwirte gern zu Nortex – und zwar nicht mehr nur dann, wenn im Land die Norla stattfindet, wie es früher der Fall war: In der Messewoche standen damals öfters Trecker vor dem Modehaus, während ihre Besitzer festliche Bekleidung einkauften.  

Wende und Mauerfall sorgen für Auftrieb  

Ab 1984 und in den kommenden Jahren wächst Nortex weiter. Es ist die Zeit der großen Modenschauen mit prominenten Stargästen wie etwa Cindy und Bert, Roland Kaiser und Howard Carpendale, aber auch Roy Black, Costa Cordalis, Nicole und Senta Berger. Hunderte Gäste aus Neumünster und ganz Schleswig-Holstein kommen jedes Mal, um Mode und Stars live zu erleben – farbenprächtige Highlights in der Unternehmensgeschichte, an die sich so manche Mitarbeiter bis heute gern erinnern.  

„Der Durchbruch kam damals mit der neuen Stadthalle in Neumünster“, schildert Ingrid Först den zunehmenden Erfolg der Modenschauen. Wenig später sorgt die Zeit der Wende in Deutschland, mit Mauerfall und schließlich der Wiedervereinigung, für eine besonders starke Nachfrage. Das gab Nortex großen Auftrieb – und trug zu einem weiteren Meilenstein in der Geschichte des Unternehmens bei: dem Neubau des Modehauses.  

Nortex-Geschäftsführer Uwe Schümann. Foto: privat

Doch vorher ist noch ein wichtiges Datum zu nennen: Am 1. Januar 1988 trat Uwe Schümann ins Unternehmen ein. Der Sohn von Richard Ohlhoff hatte bereits das Bauingenieurs-Studium abgeschlossen und machte den Wirtschaftsingenieur gerade dazu, als ihn die Anfrage erreichte. „Ich sagte zu. Meine Aufgabe war es, den Einzelhandel und insbesondere das EDV-Wesen voranzubringen“, so der heutige Nortex- Geschäftsführer. Zusammen mit den Abteilungsleitern habe man vieles neu aufgestellt im Betrieb. Sein Vater habe ihn eher „aus der Distanz beobachtet“, schildert Uwe Schümann heute: „Aber ohne mich lenken zu wollen. Sein Steckenpferd war die Werbung.“  

Bis Mitte der 1990er Jahre war das Modecenter in den früheren Produktionsräumen untergebracht. „Sie waren für die Fertigung gebaut und diesen Zweck haben sie erfüllt“, sagt Dieter Ohlhoff. Die Ware wurde zwei- und dreigeschossig angeboten. Man habe dieses etwas rustikale Flair akzeptieren müssen – „aber für den Handel brauchten wir andere Räume“.  

„Immer mit einem gewissen Pfiff!“  

Zwei Jahre wird geplant, zwei weitere gebaut – schließlich kann das neue Gebäude 1997 eingeweiht werden. Es ist die Geburtsstunde des zukunftsorientierten Modehauses, das bis heute Menschen aus ganz Norddeutschland und Dänemark anzieht. Jetzt kann die Ware erheblich kundenfreundlicher präsentiert werden: Mit viel Vorausblick eingerichtet, erleben die Kunden ihren Einkauf in einem zeitlosen, nachhaltigen und geschmackvollen Ambiente.

Zugleich bleibt alles funktionell – so lässt sich jede beliebige Stelle der rund 10.000 Quadratmeter großen Verkaufsfläche barrierefrei auf breiten Gängen, per Fahrstuhl und mittels einer Rolltreppe erreichen. Hinzu kommen geräumige Umkleidekabinen und ein ansprechend gestaltetes Café-Bistro mit 250 Sitzplätzen.

2012 kommt eine Neuheit hinzu: Schon damals hat Nortex die Zeichen der Zeit erkannt und bietet seither mit einer E-Tankstelle allen Kunden die Möglichkeit, kostenlos Strom zu tanken – und hält zudem zahlreiche komfortable, weil extrabreite Parkmöglichkeiten für die Besucher bereit.

Was macht Nortex für die Kunden so besonders? „Wir verkaufen Bekleidung, die sowohl für jeden Tag als auch für besondere Momente gedacht ist“, erläutert Ingrid Först, „und unsere Kunden und Kundinnen freuen sich einfach, bei uns Bewährtes in ihrer Größe zu finden und Neues zu entdecken“. Das funktioniere nach dem Nortex-Motto „Ankommen, wohlfühlen, zu Hause sein“. „Wir verkaufen Bekleidung, die immer mit einem gewissen Pfiff daher kommt!“, ergänzt Dieter Ohlhoff mit einem Schmunzeln.

Kai Först betont: „Wir akzeptieren jeden so, wie er ist. Mit unserer riesigen Auswahl an Passformen und Größen ziehen wir unsere Kunden an, sodass jeder einen individuellen Stil verwirklichen kann – ohne sich zu verkleiden.“ Es gehe darum, das Einkaufen zu einem durch und durch positiven, persönlichen Erlebnis zu machen, sagt er. „Und das können wir richtig gut. Unser Anspruch ist: Mit Nortex ist man immer sicher passend angezogen.“

Dafür steht im Sortiment des Modehauses eine breit gefächerte Auswahl mit 240 internationalen Markenherstellern in vielen Größen und Passformen bereit. Und zusätzlich ein perfekter Service: Dazu tragen mehr als 200 Mitarbeiter bei, die teils schon in vierter Generation „ihre“ Stammkunden freundlich und kompetent beraten.

Die Nortex-Geschäftsführung teilen sich heute Ingrid Först (Ein- und Verkauf Damenmode), Dieter Ohlhoff (Ein- und Verkauf Herrenmode), Kai Först (Vertrieb und Personal) sowie Uwe Schümann (Verwaltung und Organisation).    

Beste Buchtipps für den Herbst

Spannende Krimis, detaillierte Sachbücher, interessante Biografien und lesenswerte Kinderbücher: Mit dem Tag der Bibliotheken am heutigen 24. Oktober startet Nortex eine Reihe mit Buchtipps – von Schleswig-Holsteins erfahrenen Büchereifachleuten für Jedermann.
Schleswig-Holstein. Haben Sie’s gewusst? Heute ist der „Tag der Bibliotheken“! Der Zweck: Mit der Widmung des Tages sollen Aufmerksamkeit und Interesse der Gesellschaft auf die zahlreichen Bibliotheken und Büchereien in ganz Deutschland gelenkt werden.
Der Tag wird jährlich am 24. Oktober begangen – in Schleswig-Holstein betrifft das laut Büchereiverband 154 öffentliche Büchereien und Fahrbüchereien. Deren Leiter und Angestellte heißen alle Menschen willkommen, die sich für die Angebote rund um Bücher, Spiele, CD’s, DVD’s und viele Medien mehr interessieren.

Wertvolle Buchtipps von Profis für Jedermann

Nortex hat unter den Leitern und Angestellten etlicher Bibliotheken landesweit eine Umfrage gestellt – welche Buchtipps können die von Berufs wegen geübten Leserinnen und Leser aus den  Büchereien von Flensburg bis Lübeck und Husum bis Elmshorn an die Schleswig-Holsteiner weitergeben? Im losen Rhythmus werden wir die Antworten dazu in den kommenden Wochen hier im Nortex-Journal und in der App veröffentlichen – freuen Sie sich auf die spannenden und wertvollen Tipps der Fachleute!

Dr. Klaus Fahrner leitet die Stadtbücherei Neumünster. Foto: privat

Den Beginn macht Dr. Klaus Fahrner, Leiter der Stadtbücherei Neumünster: „Wie es der Zufall so will, las ich am letzten Wochenende die neue Lagerfeld-Biografie von Alfons Kaiser, und zwar mit großem Vergnügen!“, so Fahrner. Bekanntlich verbrachte Karl Lagerfeld in Bad Bramstedt seine Kindheit und einen Teil seiner Jugend – und nicht zuletzt mit Blick auf die Mode-Branche schlägt der Bücher-Experte diese Neuerscheinung als Buchtipp vor.

Alfons Kaiser:
Karl Lagerfeld : eine Deutscher in Paris
Biographie
Verlag C. H. Beck, 2020, 382 Seiten, 26 Euro
„Der in Bad Bramstedt aufgewachsene Karl Lagerfeld (1933-2019) war zweifellos eine der prägenden Modedesigner des 20. Jahrhunderts, ungewöhnlich genug für einen Deutschen. Der langjährige FAZ-Redakteur Dr. Alfons Kaiser, dort unter anderem verantwortlich für die internationale Modeszene, kannte Lagerfeld über viele Jahre aus der Nähe und konnte ihn als Karikaturisten für das FAZ-Magazin gewinnen. Er schildert das erstaunliche Leben des Modemachers von seiner Geburt an, indem er mit dem Werdegang seiner Eltern beginnt, die als Inhaber der „Glücksklee“-Werke zu Wohlstand gekommen waren.
Kaiser findet genau die richtige Schreibdistanz zu seinem Helden, dessen virtuosen Umgang mit den Massenmedien er als Methode beschreibt, die intime Persönlichkeit vor der Öffentlichkeit zu verbergen. Lagerfeld, der im formalen Sinn niemals einen Schul- oder gar Ausbildungsabschluss erlangte, erscheint vor dem Leser als Designer mit fanatischem Fleiß und Ehrgeiz, von äußerster literarischer Bildung und Disziplin. Die Biografie ist in einem unprätentiösen, fast plaudernden Stil geschrieben, liest sich süffig und phasenweise sogar spannend. Ein perfektes Buch also für ein kaltes Winterwochenende mit Glühwein!“
Kurz-Info: Der Tag der Bibliotheken
Der Tag der Bibliotheken findet seit 1995 stets am 24. Oktober eines Jahres statt. Er wurde vom damaligen Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker ins Leben gerufen. Er lenkt alljährlich die Aufmerksamkeit auf die rund 10.000 Bibliotheken in Deutschland und macht auf ihr umfangreiches Angebot neugierig. In vielen Bibliotheken wird seit Einführung des Tages der Bibliotheken mit den verschiedensten Veranstaltungen auf die vielfältigen Leistungen der Bibliotheken als unverzichtbare Kultur- und Bildungseinrichtungen hingewiesen.
Der Deutsche Bibliotheksverband verleiht am Tag der Bibliotheken gemeinsam mit der Telekom Stiftung den Preis „Bibliothek des Jahres“. 2019 wurde die Auszeichnung an die Zentral- und Landesbibliothek Berlin verliehen.